Wie vollständig und wie sicher deckt ein Multivitamin-Präparat die Tagesreferenzwerte ab — ohne Megadosis-Übertreibung?
Wie vollständig und wie sicher deckt ein Multivitamin-Präparat die Tagesreferenzwerte ab — ohne Megadosis-Übertreibung?
Ein gemeinsames Modell gilt für alle Multivitamin-Produkte. Vier Kriterien ergeben einen Score von 0 bis 1. Profil-Vollständigkeit führt: Wie viele der 24 EU/CH-Referenznährstoffe tragen eine deklarierte Menge (unter acht deklarierten Nährstoffen gibt es keinen Score). Dosisadäquatheit folgt je Nährstoff gegen das Referenzband — 80–120 % des Referenzwerts punktet am besten, mehr ist nicht besser. Sicherheit bestraft danach Dosen Richtung typischer tolerabler Obergrenzen. Form & Reinheit schliessen mit offengelegten Mineralformen und der gemeinsamen Zusatzstoff-Prüfung ab. Preis ist ausgeschlossen.
Anteil der 24 EU/CH-Referenznährstoffe mit deklarierter Menge pro Tagesservierung. Unter acht deklarierten Nährstoffen bleibt das Produkt unbenotet.
Ein Multi existiert, um Lücken breit zu schliessen — halbleere Panels lassen Käufer im Ungewissen.
Breite Abdeckung ist das Kernversprechen eines Multis, darum trägt es das grösste Gewicht.
Mengen je Nährstoff gegen das Referenzband; 80–120 % des Referenzwerts punktet am besten und kappt am Band.
Sinnvolle Abdeckung heisst vernünftige Referenzwerte erreichen — nicht «mehr ist besser».
Starkes Unterstützungsgewicht — Unterdosierung zählt, Überdosierung bringt nichts.
Bestraft Dosen deutlich über dem Zielband, wenn sie Richtung typischer tolerabler Obergrenzen gehen (z. B. Vitamin A, B6, Eisen, Zink).
Megadosierte Multis werden als stärker vermarktet, sind für den Alltag aber riskanter.
Ein Viertel des Scores hält vermarktete Megadosen davon ab, den Score zu dominieren.
Offengelegte, besser verwertbare Mineralformen wo relevant, plus die gemeinsame Zusatzstoff- und Zuckerprüfung.
Formen und Zusatzstoffe trennen einen durchdacht formulierten Multi von einem Gummibonbon-Produkt.
Kleiner Ausgleichspunkt, damit Labels ohne vollständige Formdetails benotet bleiben.
Kurze Einkaufshinweise — keine medizinische Beratung. Der individuelle Bedarf variiert.
EU/CH-Tagesreferenzwert, anhand dessen beurteilt wird, ob eine Servierung im sinnvollen Band landet.
Hält Vergleiche zwischen Marken objektiv.
Der individuelle Bedarf kann über oder unter dem Referenzwert liegen.
Mengen, die ein Vielfaches des Referenzwerts betragen — tiefer benotet, nicht höher.
Schützt vor Stapelrisiken durch mehrere angereicherte Produkte.
Wer einen nachweislich erhöhten Bedarf hat, braucht unter medizinischer Anleitung weiterhin mehr.
Scores skalieren mit den Servierungen pro Tag laut Label — Zwei-am-Tag-Multis vergleichen sich fair mit Einmalprodukten.
Ein-am-Tag- und Zwei-am-Tag-Formeln treten gleichberechtigt an.
Labels, die Servierungen pro Tag verschweigen, erschweren den Vergleich.